Hackpfannen Teil 9
Aus bestimmten Gründen veröffentliche ich diesen Beitrag nicht auf dieser Seite. Das übernimmt Seeli für mich. “Danke.”
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(Wer immer schon mal wissen wollte, was eine Balarina ist: Hier clicken )
Nachdem ich von der Marstrilogie von Kim Stanley Robinson ja doch sehr begeistert bin, dachte ich mir, dass der Kerl wohl generell ganz gute Bücher schreibt. Also habe ich Antarktika gelesen.
Wirklich viel Handlung gibt es nicht. In der Antarktis tummeln sich diverse Gruppierungen, die eines Tages alle Ziel von Öko-Sabotage werden. Deswegen müssen einige Leute zu Fuß einige hundert Kilometer in der Antarktis hinter sich bringen. Tolle Wurst.
Das eigentliche Buch ist noch viel langweiliger, als sich die Kurzbeschreibung der Handlung anhört. Neben den eigentlichen “Handlungs”-Kapiteln gibt es solche, die nur die Landschaft beschreiben, oder “Tagebuch-Auszüge” früherer Antarktisforscher. Diese Kapitel habe ich ab etwa der zweiten Buchhälfte generell übersprungen, weil sie die Langweiligkeit von 90 Minuten Audiotechnik-Vorlesung mit nur ein paar Textseiten locker übertreffen.
Insgesamt kommt mir das Buch wie ein schlechter Abklatsch der Marstrilogie vor: Ein Bisschen Gesellschaftstheorie, etwas Überleben in feindlicher Umwelt. Robinson scheint eine Vorliebe für heiße Bäder und kleine, mysteriöse ältere Frauen zu haben: Auf dem Mars ist Hiroko eine der wichtigsten Personen, in der Antarktis eine gewisse May Li (oder so). Wer die Marstrilogie kennt, wird noch mehr Recycling in Antarktika finden.
Dieses Buch werde ich GARANTIERT nicht nochmal lesen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass ich mich ein Leben lang daran erinnern kann, es nicht zu tun.
Bei meinen Expeditionen durch die Klassiker im SciFi-Regal der Stadtbibliothek bin ich über die Marstrilogie (die Bücher Roter Mars, Grüner Mars und Blauer Mars) von Kim Stanley Robinson gestolpert. Schon nach den ersten paar Seiten im ersten Buch stand für mich fest, auch noch die restlichen zu lesen.
In der Trilogie geht es um die Kolonisierung des Mars und die Auswirkungen davon. Beschrieben wird das Leben der “Ersten Hundert” über die Jahre (bzw. nach der Langlebigkeitsbehandlung: Jahrhunderte). Nach und nach treffen immer mehr Menschen auf dem Mars ein. Die Marsbewohner versuchen, die Probleme der Erde nicht auf ihren Planeten gelangen zu lassen; die Erde steht aber vor dem Abgrund. Es kommt zu Konflikten zwischen den politischen Fraktionen, Mars und Erde und den Konzernen, die einen Großteil der Kolonisierung an sich gerissen haben.
Die Handlung beginnt in sehr naher Zukunft (Marslandung anno 2026), und alles wirkt einigermaßen plausibel (obwohl ich bezweifle, dass NASA usw. bis dahin überhaupt einen festen Plan für den Mars haben). Viele der ersten Hundert sind Mitte der 1980er geboren worden – dass sie mindestens 200 Jahre leben ist durchaus interessant. Geschrieben ist alles in einer Mischung aus Handlung und Exkurs - genau mein Fall. Es gibt Karten des Mars und der Handlungsorte (allerdings kann es manchmal helfen, Google Mars nebenbei laufen zu lassen).
Diese Bücher kommen auf jeden Fall auf meine Immer-wieder-lesen-Liste. Besser is das.