Gelesen: Otherland
Tad Williams, 1996 – 2001. Tetralogie (Bücher Stadt der goldenen Schatten, Fluss aus blauem Feuer, Berg aus schwarzem Glas und Meer des silbernen Lichts)
Inhalt: Reiche alte Leute wollen ewig leben und schaffen sich dazu ein virtuelles, aber real wirkendes Universum, in dem sie göttliche Macht haben. Dieses Otherland-Netzwerk hat aber einige Nebenwirkungen, die eine bunte Truppe Betroffener mehr oder weniger freiwillig dazu bringen, in das Netzwerk einsteigen, die virtuellen Welten zu erkunden und die Pläne der Netzwerkbetreiber zu vereiteln. Doch die ganze Sache ist größer als eigentlich gedacht…
Meinung: Spannend geschrieben. Alles im Otherland-Netzwerk ist virtuell – dadurch sind seltsame Welten möglich. In einer ist man winzig klein, in einer kann man fliegen, in einer läuft gerade der Krieg der Welten. So eine Freiheit ist bestimmt praktisch für den Autor, weil er sich austoben kann, ohne dass das Resultat an Glaubwürdigkeit verlieren muss. Von der Geschichte her sind einige Parallelen zur Neuromancer-Trilogie nicht zu leugnen. Ich bevorzuge jedoch Otherland, da die Handlung komplexer ist und alles besser passt. Otherland ist jetzt – nach dem Wüstenplanet-Zyklus – mein Lieblings”buch”.