Kein Wunder
Aus dem Leben eines verrückten Wissenschaftlers
Naja, ich bin bereit für den Crimson King:
Durch die allgemeine Flohmarktflaute in letzter Zeit habe ich mir am letzten Wochenende diese Schmuckstück gegönnt:
King Crimson – In the Court of the Crimson King. In wunderbarem Zustand (ich tippe auf Nachpressung) und ein schönes Stück Musikgeschichte: Es nahm 1969 viele Dinge vorweg, die andere Bands mitunter erst deutlich später brachten.
Und natürlich ist der letzte Monat auch nicht komplett ohne neue/alte Platten an mir vorbeigegangen. “Neu” dabei sind:
- Talk Talk – Such a Shame (Single) {Ohne Foto}
- Deep Purple – Deep Purple
- Deep Purple – Burn
- Eloy – Silent Cries and Mighty Echoes
- und außerdem: Yes – Relayer {<trivia>Das Album hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich</trivia><trivia>Das Cover wurde übrigens von Roger Dean fabriziert, der im Video oben auch erwähnt wird</trivia>}
Und außerdem:
Meine Internetseite funktioniert wieder – schuld war wohl eine Fehleinstellung oder ein verschollener Ordner bei meinem Hoster. Das wurde aber sehr schnell und sogar an einem Sonntagabend repariert – top.
Die Fernsehserie, aus der der Clip oben stammt {The Venture Bros.} scheint es noch nicht in Deutschland zu geben – schade.
R42
R42 ist der Name des Programms, das Marc, Niels und ich im Zuge des Wahlpflichtfachs “Interface- und Interaktionsdesign” erstellt haben. Es ist eine sogenannte Multitouch-Anwendung, das bedeutet, das R42 primär nicht mit einer Maus, sondern mit Fingergesten bedient wird, und außerdem können mehrere Personen gleichzeitig R42 benutzen. Die erforderliche Einrichtung dazu, einen sogenannten Multitouch-Tisch, gibt es seit kurzem in der Fachhochschule.
R42 ist ein Programm zum Musikmachen. Töne werden als verschiebbare Kreise dargestellt. Tippt man einen solchen Kreis an, wird der Ton abgespielt. In der Mitte des Tisches gibt es eine Kreisfläche, auf dem sich eine “Radarlinie” bewegt. Töne innerhalb dieses Kreises werden abgespielt, wenn die Radarlinie sie berührt. Hintereinander liegende Töne werden hintereinander abgespielt – auf diese Weise lassen sich leicht “Melodien” erstellen.
Um den Zentralkreis gibt es vier Zonen. Verschiebt man einen Ton aus einer dieser Außenzonen in den Kreis, wird der Ton geklont. Die Außenzonen erfüllen aber auch noch andere Aufgaben.
- Links oben ist die “Aufnahmezone”: Mit dieser Zone können komplexere Töne aufgenommen werden, um sie später abspielen oder im Radarkreis platzieren zu können. Wird der Aufnahmeknopf gedrückt, werden alle Töne, die in dieser Zone abgespielt werden, aufgenommen. Wenn die Aufnahme beendet wird, entsteht ein neuer Ton-Kreis, der wie die anderen Töne verschoben, abgespielt und kopiert werden kann.
- Rechts oben ist eine Zone, die die Höhe von Tönen ändern kann. Dazu gibt es vier Buttons, die jeweils auf die Töne im Bereich rechts oben wirken: Halbton erhöhen und verringern, und Oktave erhöhen und erniedrigen.
Was für eine Höhe ein Ton besitzt, lässt sich durch seine Farbe ablesen: Die innere Farbe zeigt den Grundton, der Farbring die Oktave. - Links unten kann das Instrument gewechselt werden. Die beiden Buttons “blättern” dazu die Instrumente der Töne in der Zone vor oder zurück. Welcher Ton welches Instrument spielt, ist über das Symbol ersichtlich.
- Und rechts unten gibt es noch die “Systembuttons”: Laden und Speichern von je zwei Aufstellungen, sowie ein Button, der die Symbole der Buttons ausblendet. (Es hat sich nämlich gezeigt, dass durch die vielen Symbole auch schnelle Rechner schnell in die Knie gezwungen werden können)
Hörbeispiel gefällig? Hier gibt es den Start-Sound (die drei Kreise im Logo sind auch R42-Töne, die beim Programmstart abgespielt werden) mit unserer freien Interpretation von “Alle meine Entchen”. Bitte nicht über das Telefonklingeln wundern; das hat ein Scherzkeks in die Melodie gezogen.
R42 basiert auf Processing, einer Java-Bibliothek, die besonders für künstlerische Zwecke gedacht ist. Um die Multitouch-Auswertung kümmert sich TuioZones, und für die Soundgeschichten ist ProMidi zuständig. Was den Namen betrifft: Wir haben das Programm einfach so “R42″ genannt, bewusst ohne Hintergedanken. Viel mehr als eine Spielerei ist R42 ohnehin nicht.
Während der Projektpräsentation wurde auch gefilmt – mit etwas Glück und etwas mehr Zeit kann ich bald R42 in Aktion zeigen.
Ein schöner Tag
Für einen Nicht-Karnevalisten ist heute einer der schönsten Tage im Jahr: Der Tag, der am längsten vom nächsten Karneval entfernt ist!
Zitat des Tages
Kaum einen Post wert, aber dennoch vorhin eine gute Erheiterung.
BWL, Thema Preisfindung.
Dozent: “Der Mineralwassermarkt ist hella ["heller"] Wahnsinn.”
Ergebnisse
Das Semester ist jetzt fast zuende, und endlich sind die Hausarbeiten fertig.
Gestern war im Modul1 in der Roten Straße die Endpräsentation für Game Design Multimedialer Online-Content, bei der die Endergebnisse aller Gruppen einer Jury und einigem Publikum vorgeführt wurden. Es hat leider nur für den vierten Platz für Tunk’s Arctic Adventure gereicht, Bier und Wein gab es trotzdem für alle. Und mit der endgültigen Notenvergabe hatte diese Veranstaltung ja auch nichts zu tun.
Wer das Spiel mal ausprobieren möchte, kann das gerne mit dem Link zu Tunk’s Arctic Adventure (öffnet ein Popup-Fenster) machen.
Ich kann auch noch von einem zweiten Ergebnis berichten: Im Fach 3D-Animation ist unser zweiter Film gestern abend fertig geworden, auch wenn die Präsentation erst in einer Woche ist. Für das Sneak Preview bitte weiterlesen…







