Fundstück eben beim Fernsehen, und bestimmt interessant für alle, die danach suchen:
Die Musik im aktuellen Nike Football-Spot zur Fußball-WM 2010 (“Write the Future”) ist “Hocus Pocus” von der niederländischen Band Focus vom Album Moving Waves von 1971 {längst in meiner Sammlung}.
Der Song ist wohl das bekannteste Stück von Focus und auch das rockigste auf dem Album – der Rest ist recht (Vorsicht: Neudeutsch!) chillig. Auch gut: “I need a Bathroom“.
Ich hatte ein gerade paar Tage Zeit, London zu erkunden – natürlich hatte ich auch da immer ein Auge für Schallplattenläden offen.
Ein paar gute Anlaufstellen sind diese Gegenden im zentralen London:
Notting Hill
Music & Goods Exchange (direkt an der Tube-Station Notting Hill Gate)
Hat mehrere Filialen in London, die teilweise spezielle Themenbereiche abdecken. In Notting Hill gibt es drei Musikläden dieser Kette (davon einer für klassische Musik). Große Auswahl an CDs, DVDs und Platten, “Bargain Basement”
Portobello Road
Entlang der Portobello Road gibt es noch ein paar kleinere Läden, und beim Straßenmarkt auch einige Stände mit (teuren) Platten. An den Ständen habe ich keine seltenen Platten gesehen.
Camden Town
Auch hier gibt es (nahe der Camden Town-Station) eine Filiale von Music & Goods Exchange. Hier habe ich Three Friends von Gentle Giant gefunden.
In der Inverness Street (kleine Seitenstraße der Camden High Street) gibt es zwei Läden mit guter Auswahl.
Und auf den einzelnen Straßenmärkten (besonders Camden Lock Market) gibt es ein paar Stände oder Buden, die teure Platten verkaufen. (Aber auch hier nur recht häufige Klassiker, keine ungewöhnlichen Exemplare)
Berwick Street in Soho (Tube: Tottenham Court Road / Oxford Circus / Piccadilly Circus)
Trivia: Ein Bild des Straßenzugs ist auf dem Cover des Oasis-Albums (What’s the Story) Morning Glory? zu sehen.
Und auch hier wieder: Music & Goods Exchange
Auf der anderen Straßenseite: Revival Records.
Und gleich nebenan: Sister Ray
Etwas teuerer, viel Neuware, recht wenige Platten
Brick Lane (Tube: Aldgate East)
Sonntags (auch an anderen Tagen?): Straßenmarkt. Einige Stände mit kleinerer Auswahl, teilweise auch in den Markthallen
Rough Trade (die East End-Filiale): Nur Neuware zu günstigen Preisen. Viele Neupressungen alter Klassiker.
keine Platten, aber trotzdem gut: In der Seitenstraße Ceshire Street gibt es Yummy’s Cafe – Die Sandwiches da sind wirklich gut!
Es gibt bestimmt noch viel, viel mehr Läden, aber leider keine ordendliche Liste oder Karte. Die oben genannten Läden haben aber ausgereicht, um mir diese Platten zu bescheren:
Rick Wakeman {Keyboarder von Yes mit einer sehr ergiebigen Solokarriere} {Prog}:
The Six Wives of Henry VIII
Journey to the Centre of the Earth
No Earthly Connection
Rhapsodies
1984
Jon and Vangelis – The Friends of Mr. Cairo {Elektro}
Jon Anderson war/ist der Sänger von Yes.
Vangelis wollte mal bei Yes mitmachen. Daraus ist aber nichts geworden; Anderson und Vangelis haben aber trotzdem zusammengearbeitet.
The Moody Blues – This is the Moody Blues {Compilation} {Prog}
Manfred Mann’s Earth Band – The Roaring Silence {Prog, Rock}
Pallas ist eine der Bands, die in der zweiten Prog-Welle in den 80ern (wie z.B. auch Marillion und IQ) entstanden sind
Gentle Giant – Three Friends {Prog}
Ich habe in London besonders nach Alben von King Crimson und Gentle Giant gesucht – das hier ist das einzige davon, das ich zu einem annehmbaren Preis gefunden habe.
The Can – Monster Movie {Krautrock}
Das Debütalbum von Can {später wird das The weggelassen}
Genesis – A Trick of the Tail {Prog}
Und als CDs:
Gong {Prog, Jazz Fusion}
Angel’s Egg
You
Shamal {Produziert von Nick Mason, dem Drummer von Pink Floyd}
Gazeuse!
David Gilmour – On an Island {vom Pink Floyd-Sänger}
Alles in allem also ziemlich ergiebig und mit Sicherheit eine Wiederholung wert.
Die Musikrichtung meiner Wahl ist leider ziemlich schwer zu definieren, und ich möchte der großen Menge der schlechten, einseitigen oder falschen Definitionen vorerst keine weitere hinzufügen. Wer sich dennoch in das Thema einlesen möchte, findet hier ein paar Informationen:
Auf den Babyblauen Seiten gibt es viele, viele Reviews von alten und aktuellen Prog-Alben. Auch zu empfehlen: Die Leitfäden, die einzelne Prog-Unterkategorien vorstellen und passende Alben empfehlen.
Die Gibraltar Encyclopedia of Progressive Rock ist dann was für Fortgeschrittene. Eine riesige Datenbank mit bekannten und obskuren Bands und einigen Einträgen zu Alben.
Und noch ein bisschen komplexer und beschränkt auf die Canterbury Scene (Prog-Variante mit starkem Jazz-Einfluss): Der Canterbury Music Family Tree. Da ist haarfein aufgedröselt, welcher Künstler wann in welcher Band gespielt hat. Und das in wunderbarstem ASCII-Stil.
Alte HIFI-Geräte
Verstärker, Receiver, Plattenspieler usw. aus den 70ern haben (unter anderem) den Vorteil, dass sie sich im Gegensatz zum aktuellen digitalen Firlefanz fast immer reparieren lassen. Hier ein paar Hilfestellungen:
Die Serviceunterlagen und Schaltpläne von alten Gerätschaften sind häufig sehr schwer zu besorgen, besonders wenn sich der Hersteller schon in Luft aufgelöst hat. Wegavision ist für mich immer die erste Anlaufstelle, wenn ich auf der Suche bin.
Im Hifi-Forum gibt es Hilfe nicht nur zu alten Geräten, sondern zu eigentlich allem, was Musik wiedergibt.
Und bei Audiokarma trifft sich die ganze Welt. Das Forum ist zwar grausig unübersichtlich, enthält aber Reparaturanleitungen, Bauteil-Kreuzreferenzen und noch viele andere Hinweise zu fast jedem erdenklichen Hifi-Gerät.
Und sonst noch
Wieder mal freundliche eine Linklove-Aktion von 3d-supply: Ein T-Shirt verlinken, und wenn alles glatt läuft bekommt man es geschenkt. Ich habe mir das hier ausgesucht. Gute Idee, weiter so.
Hätte vielleicht auch zur ersten Kategorie gehört: RPWL ist eine deutsche Neo-Prog-Band. Auch live wirklich gut. Sehr zu empfehlen: Der Song Gentle Art of Swimming {Mitschnitt vom Konzert im Logo in Hamburg}. Nebenbei: Neo-Prog ist nicht zu verwechseln mit New-Prog!
Für alle modernen Browser: Raphaël und Processing JS – beeindruckend, was man mit diesen JavaScript-Bibliotheken zustande bringen kann.
Dass ich drei Wochen lang nicht poste, heißt ja nicht, dass ich drei Wochen keine Platten gefunden habe: Diese hier habe ich in Jarplund, im Fördepark, in Harrislee und bei Holtex gefunden, und einige sind aus Soenners in meinen Besitz übergegangen.
Emerson, Lake & Palmer – Emerson,. Lake & Palmer {deren erstes Album, bei diesem Exemplar ist leider eine Seite fein säuberlich entwertet worden}
Santana – Abraxas
Saga – Worlds Apart
Jon Anderson – Song of Seven {vom Yes-Frontmann}
Stevie Wonder – Songs in the Key of Life
Neil Diamond – Beautiful Noise
Neil Diamond – The Jazz Singer {Soundtrack}
Bob Marley & The Wailers {Ein Best-Of-Album?, von 1978}
Sky – Sky3
Bachman Turner Overdrive – II
Grand Funk Railroad – Caught in the Act
Prince – Sign o’the Times
The Beatles – For Sale
Fischer-Z – Word Salad
Deep Purple – Deep Purple in Rock
Chicago – Chicago VI
Simple Minds – Sister Feelings Call
Peter Gabriel – 3 {“Melt”}
Kansas – Audio-Visions
Toto – Past to Present 1977-1990
Duke Ellington & His Orchestra – Mood Indigo
Uriah Heep - Very ‘eavy… Very ‘umble {Sehr nett: Hat mir ein Plattensammel-Kollege auf dem Flohmarkt überlassen, als ich aus Versehen den Stapel mit seinen Funden durchgesehen habe}
Martin L. Gore – Counterfeit e.p. {Vom Mitglied und Haupt-Songwriter von Depeche Mode}
T. Rex – Ride a White Swan {Wohl eine Compilation, von 1972}
Außerdem {ohne Foto}
Morrissey – Viva Hate
Morrissey – Kill Uncle!
Scorpions – Fly me to the Rainbow
Das ist noch nicht alles: Ein paar Maxi-Singles {auch kein Foto} von Erasure, die Soenner loswerden wollte: Drama!, Wild! {man bemerke die einfallsreiche Namensgebung}, A little Respect, Oh l’Amour und Sometimes.
Mit diesen hier hat meine Plattensammlung (knapp und wahrscheinlich vorübergehend) die 400er-Marke geknackt. Das Plattenregal ist längst übervoll und ich komme mit dem Durchhören der Neuzugänge kaum nach. Ich bin schon am Durchsortieren und werde in der nächsten Zeit das eine oder andere Plattenpaket schnüren, das ich in die Freiheit der eBucht entlassen werde.
Von der Statistik bedeutet das (in den Klammern steht die Differenz zu der Statistik bei der 200er-Marke):
Typen:
359 Alben, EPs, Bootlegs, Soundtracks und Doppelpack-Alben (+166)
33 Maxi-Singles (+14)
10 Singles (+6)
402 Platten in einem Jahr und knapp vier Monaten bedeuten durchschnittlich:
25,125 Platten pro Monat (+6,965)
6,28 Platten pro Woche (+2,09)
0,81 Platten pro Tag (+0.23)
Insgesamt 111 unterschiedliche Interpreten (+34)
Interpreten nach Anzahl Platten:
Barclay James Harvest: 18 Platten (+2)
David Bowie: 17 Platten (+4)
Mike Oldfield: 15 Platten (+3); auf dem selben Platz: Pink Floyd
Jahre nach Anzahl Platten:
1981: 31 (+11)
1979: 27 (+10)
1983: 24 (+9); auf dem selben Platz: 1987
Jahrzehnte nach Platten:
80er: 210 (+90)
70er: 156 (+73)
90er: 24 (+13)
60er: 11 (+9)
Durchschnittlicher Zustand auf einer Skala von 1=perfekt bis 5=unbrauchbar:
Vinyl: 2,7 (Verschlechterung um 0,06)
Cover: 2,62 (Verschlechterung um 0,05)
Die Zustandsstatistik ist nicht vollkommen aussagekräftig, da bei etwa 1/4 der neuen Platten noch keine Wertung vorliegt)
Durchschnittliches Allmusic-Rating (sofern anwendbar): 3,66 von 5 Sternen (Verschlechterung um 0,03)
Allmusic-Rating nach Anzahl Platten:
4,5 Sterne: 78 (+39)
3 Sterne: 72 (+41)
4 Sterne: 56 (+29)
Platten ohne Allmusic-Rating: 68 (+19)
Einige Trends und Erkenntnisse daraus:
Ich sammle hauptsächlich Alben
langsam beginne ich, mich auf einige Interpreten zu konzentrieren
Aus irgendeinem Grund stammen die meisten meiner Platten aus dem Jahr 1981 – ob da einer internationalen Verschwörung auf der Spur bin?
Die Zustandswertung nähert sich immer mehr dem Durchschnitt an
<information>Man kann eine Trust-MI6540D-Fünf-Tasten-Lasermaus nicht einfach durch Einlöten zweier zusätzlicher Taster in die vorgesehenen Stellen in eine Sieben-Tasten-Maus verwandeln.</information>